STUDENTISCHER
WOHNRAUM
EFFIZIENT
TRANSFORMIERT
Modernisierung statt Rückbau für eine rund 50 Jahre alte Wohnanlage
Wenige Jahre nach Aufnahme des Lehrbetriebs an der Ruhr-Universität Bochum (RUB) bezogen 1972 die ersten Studierenden ihre Zimmer in der neu errichteten Wohnanlage Querenburger Höhe. Schon damals gehörten die unmittelbare Nähe zur Hochschule und die gute Anbindung an studentische Freizeitangebote sowie den ÖPNV neben der Bezahlbarkeit des Wohnraums zu den Vorzügen des Objektes.
Nach rund 50 Jahren intensiver Nutzung und einer ersten umfassenden Sanierung 1995 stellte sich dem Akademischen Förderungswerk Bochum als Bauherr und Betreiber Anfang der 2020er Jahre die Grundsatzfrage: Modernisierung oder Abriss und Neubau? Nach kritischer Prüfung durch den Bauherrn und das Bochumer Architekturbüro Krampe Schmidt Architekten fiel die Entscheidung schließlich für eine umfassende Modernisierung – gefördert durch das Wohnraumförderprogramm für Studierende und Auszubildende des Landes NRW.
Kennzeichnend für den Sanierungsplan ist der Erhalt des gesamten Rohbaus sowie wesentlicher Teile der ursprünglichen Tragstruktur – und damit die Einsparung eines erheblichen Anteils grauer Energie. Das Projekt steht damit auch beispielhaft für das große Transformationspotenzial bestehender Wohnhochhäuser dieser Epoche.
Das 13-stöckige Gebäude erhält im Zuge der Modernisierung eine neue Gebäudehülle, die das Setzkastenprinzip des Originalentwurfs aufgreift und zeitgemäß neu interpretiert. Sämtliche Fenster werden ausgetauscht und vor die Dämmebene gesetzt. Die neue Fassade ist als hinterlüftete Konstruktion aus Aluminiumverbundplatten ausgeführt, in die eine Photovoltaikanlage integriert ist. Sie ist Teil eines energetischen Gebäudekonzeptes, das den Standard eines KfW-Effizienzhauses 70 erreicht. Dazu tragen neben der 18 cm starken Fassadendämmung, auch Fenster mit integrierter Fensterfalzlüftung, Sonnenschutzverglasung und hocheffizienten VEKA SOFTLINE 82 MD Profilen in der Farbausführung Alux DB 703 bei. Bei der Auswahl und Bemessung der Fensterelemente unterstützte VEKA Architektenberater Marc Rose das Projektteam. Er prüfte die passende Systemauswahl auf Machbarkeit, Wärmeschutz und Statik und stellte zudem Materialmuster zur Verfügung. Ein zentrales Thema war dabei das Konstruktionsgewicht der Elemente. Ursprünglich sollte eine 2-fach-Verglasung das Gewicht der Fenster im Hochhaus reduzieren. Die geforderten Uw-Werte ließen sich damit jedoch nicht erreichen, sodass die Wahl auf eine 3-fach-Verglasung fiel. Auch die Befestigung war anspruchsvoll: Da das Gebäude eine vorgehängte hinterlüftete Fassade erhielt, wurden die Fensterelemente in die Dämmebene verschoben. Gefertigt wurden die insgesamt rund 400 Kunststoffelemente von der Fensterbau Otto GmbH aus Gronau. Die Montage vor Ort übernahm die Athmer & Söhne GmbH aus Fürstenau.
Im Innern werden die Treppenhäuser an die aktuellen Brandschutzanforderungen angepasst und die insgesamt 307 Apartments von Grund auf neugestaltet. Dabei entstehen auch zwei barrierefreie Wohneinheiten, für die vier ehemalige Einzelzimmer im Erdgeschoss zusammengelegt werden, um kurze Wege zu allen Gemeinschaftsflächen zu gewährleisten. Die übrigen Apartments mit einer Größe von je 17 m² zeichnen sich durch eine zeitlos-moderne Optik und durchdachte Funktionalität aus. Zur Ausstattung zählen Einbauküchen und -möbel sowie barrierearme Bäder und ein hochwertiges Beleuchtungskonzept über integrierte Downlights.
Die Materialwahl im ganzen Gebäude ist zeitlos gehalten, grüne Akzentflächen und dunkle Bodenbeläge sorgen für ein einladendes Ambiente mit zeitgemäßer Materialsprache und einer der Nutzung angemessener Widerstandsfähigkeit. Für die soziale Interaktion bietet die Wohnanlage im Erdgeschoss Gemeinschaftsflächen mit rund 150 m² inklusive Gemeinschaftsküche, Aufenthaltsräumen und einer zentral gelegenen Wasch-Lounge.
Das innenarchitektonische Konzept betont die Nutzung von natürlichem Tageslicht. Das gilt sowohl für die Apartments und Flure als auch für den Gemeinschaftsbereich, wo bodentiefe Fenster und neue Terrassenzugänge für die optische Verbindung der Innenräume untereinander und die direkte Anbindung des Gebäudes an die Außenanlagen sowie die umgebende Fußgängerzone des Stadtteils gewährleisten.
OBJEKT: Studentenwohnanlage Querenburger Höhe, Bochum
Bauherr: Akademisches Förderungswerk AÖR, Bochum
Architekt: Krampe-Schmidt Architekten GmbH, Bochum
Bauzeit: 02/2024 bis 10/2025
Fensterbau: Otto Fensterbau GmbH, Gronau
Fenstermontage: Athmer & Söhne GmbH, Fürstenau
PROFILSYSTEME: VEKA SOFTLINE 82 MD
Die wirtschaftlichen und zugleich bauphysikalisch hocheffizienten VEKA SOFTLINE 82 MD Profile kommen in der Bochumer Studentenwohnanlage sowohl bei den Apartment-Fenstern als auch bei den bodentiefen Fenstern im Gemeinschaftsbereich zum Einsatz. Insgesamt sind ca. 400 Kunststoffelemente (309 Bewohnerzimmerfenster sowie Treppenhaus- und Flurfenster) mit einer Fensterfläche von rund 870 m² im Objekt realisiert worden.
FENSTER: VEKA SOFTLINE 82 MD
VEKA SOFTLINE 82
Das Fensterprofil VEKA SOFTLINE 82 MD bietet hervorragende bauphysikalische Eigenschaften für modernes Wohnen und Arbeiten. Die innovative Mehrkammer-Geometrie in 82 mm Bautiefe schützt mit ihren drei Dichtungsebenen hervorragend vor Wind, Schlagregen und Lärm. Mit großdimensionierten, perfekt eingepassten Stahlarmierungen zeichnet sich das Klasse-A-Profil (nach DIN EN 12608) außerdem durch langjährige Funktionssicherheit und enorme Stabilität aus.
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